Du hast es wahrscheinlich schon versucht. Mehr reden, ruhiger, direkter. Manchmal hilft es kurz. Dann kommt dasselbe wieder.
Vielleicht beißt du die Zähne zusammen „für das Wohl der Beziehung" oder für die Kinder. Das wirkt verantwortungsvoll - also hältst du durch, obwohl es immer öfter weh tut.
Das Problem ist: Das reparriert die Beziehung nicht. Es entfernt euch voneinander, baut Verbitterung auf, und früher oder später explodiert es oder wird still zur Flucht - in die Arbeit, in Suchtmittel, in die Kinder, manchmal sogar in den Sport.
Es sieht nach Bewältigung aus. Innen ist es weiterhin dasselbe, unbenannte Problem.
Denn Schwierigkeiten in Beziehungen entstehen selten aus fehlendem guten Willen. Meist kommt mehreres zusammen: relationales Trauma aus der Vergangenheit, ein Bindungsstil aus der Kindheit, erlernte Kommunikationsmuster, Gewohnheiten, der Umgang mit eigenen Emotionen, die Regulation des Nervensystems, manchmal auch Muster aus dem Familiensystem, in dem du aufgewachsen bist. Diese Schichten überlagern sich und schalten sich automatisch ein, bevor du denken kannst.
Deshalb beginnen wir bei LAS nicht mit Kommunikationstechniken. Wir arbeiten integrativ - wir wählen den Ansatz passend zu dem, was tatsächlich hinter deinem Muster steht, nicht passend zu einer universellen Methode.